Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)
Stand: 2026-10-20 · v2026-10-20-r3
1. Geltungsbereich
Diese AGB gelten für alle Verträge zwischen M. Amin Sayegh, handelnd unter der Geschäftsbezeichnung PrinVox (ein Produkt von AIProCraft), Paul-Bertz-Str. 38, 09120 Chemnitz, Deutschland, E-Mail: hello@prinvox.com („Anbieter“) und Unternehmern im Sinne des § 14 BGB („Kunde“) über die Nutzung der Software-Plattform PrinVox mit dem Produkt Margin Guard. Ein Vertragsschluss mit Verbrauchern ist ausgeschlossen.
2. Leistung
Margin Guard berechnet die Bruttomarge (Umsatz minus KI-Kosten) je Kunde und Tarif sowie die KI-Kosten je Funktion – aus dem Stripe-Umsatz, den der Kunde über Stripe Connect freigibt, und aus Nutzungsereignissen, die das Backend des Kunden an den Anbieter sendet. Der Anbieter ruft KI-Anbieter nicht für den Kunden auf und erhält keine API-Schlüssel des Kunden für KI-Anbieter.
Die KI-Kosten werden aus den Token-Angaben des Kunden und hinterlegten Listenpreisen für den exakt angegebenen Modellnamen berechnet; Rabatte (z. B. für zwischengespeicherte Eingaben oder Batch-Verarbeitung) werden nicht berücksichtigt, die Kosten sind daher eine Obergrenze. Für ein nicht hinterlegtes Modell bleibt der Preis unbekannt und das Ergebnis wird als unvollständig gekennzeichnet. Berechnet wird ausschließlich in US-Dollar; eine Währungsumrechnung findet nicht statt.
Für die Verbindung fordert der Anbieter die Standard-Connect-Berechtigung von Stripe an (Scope read_write; einen reinen Lese-Scope bietet Stripe nur Stripe Apps an). Die Software des Anbieters nutzt sie nur für lesende Abfragen und veranlasst keine Zahlungen, Auszahlungen, Überweisungen oder Erstattungen.
Die Ergebnisse sind Berechnungen aus den Daten des Kunden. Ein Ereignis, das gesendet wurde, dessen Modellpreis aber unbekannt ist, wird als unvollständig gekennzeichnet; ein Ereignis, das nie gesendet wurde, kann der Anbieter nicht erkennen und es fehlt in den Ergebnissen. Fehlende, verspätete oder fehlerhafte Daten führen zu abweichenden oder unvollständigen Ergebnissen. Die Ergebnisse sind keine Buchhaltung, Steuer- oder Rechtsberatung. Ein bestimmter Geschäftserfolg wird nicht zugesagt.
3. Vertragsschluss, Testzeitraum, Laufzeit, Kündigung
Der Kunde meldet sich mit einem Einmalcode per E-Mail oder mit Google an und legt ein Konto an. Ein kostenpflichtiger Vertrag über einen Tarif kommt durch Abschluss des von Stripe gehosteten Checkouts und die anschließende Freischaltung des Tarifs zustande.
Tarife sind Monatsabonnements, die sich monatlich verlängern. Der Kunde kann jederzeit über das Kundenportal von Stripe (erreichbar auf der Seite „Abrechnung“) kündigen. Die Seite „Abrechnung“ zeigt, ob und zu welchem Datum das Abonnement endet.
Für neue Konten steht, solange der Anbieter ihn anbietet, ein Testzeitraum zur Verfügung: 14 Tage ab Start durch den Kunden, ohne Zahlungsmittel, einmal je Konto; Funktionsumfang des Basis-Tarifs (bis zu 25 erfasste Kunden, 30 Tage Berichtszeitraum); höchstens 5.000 Nutzungsereignisse insgesamt und 60 pro Minute. Der Testzeitraum endet von selbst ohne Abbuchung und ohne automatische Umwandlung in ein Abonnement. Danach werden neue Nutzungsereignisse nicht mehr angenommen; gespeicherte Daten bleiben erhalten.
4. Preise und Zahlung
Es gelten die zum Zeitpunkt des Abschlusses auf der Preisseite und im Checkout angezeigten Preise in US-Dollar je Monat. Die Abrechnung erfolgt monatlich über Stripe; Zahlungsdaten gibt der Kunde ausschließlich bei Stripe ein. Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer gesondert ausgewiesen.
5. Pflichten des Kunden
Der Kunde darf nur Stripe-Konten verbinden, zu denen er berechtigt ist. Der Ingestions-Schlüssel ist geheim zu halten und nur serverseitig einzusetzen. Der Kunde ist dafür verantwortlich, dass er die von ihm gesendeten Kennungen (z. B. Kundenkennungen) rechtmäßig übermitteln darf; pseudonyme Kennungen werden empfohlen. Eine automatisierte oder missbräuchliche Nutzung, die über den gebuchten Umfang hinausgeht, ist untersagt.
6. Verfügbarkeit
Der Anbieter bemüht sich um eine hohe Verfügbarkeit, schuldet aber keine bestimmte Verfügbarkeit. Die Ergebnisse hängen von der Erreichbarkeit von Stripe und von der Zustellung der Ereignisse durch den Kunden ab. Nicht zugestellte Ereignisse (auch nach Ende eines Testzeitraums) kann der Anbieter nicht erkennen; sie fehlen dann in den Ergebnissen, ohne dass dies angezeigt wird.
7. Haftung
Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit sowie bei Verletzung von Leben, Körper oder Gesundheit. Bei leichter Fahrlässigkeit haftet der Anbieter nur bei Verletzung wesentlicher Vertragspflichten, begrenzt auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden, höchstens jedoch auf die in den letzten 12 Monaten gezahlten Entgelte. Die Haftung nach dem Produkthaftungsgesetz bleibt unberührt.
Entscheidungen, die der Kunde auf Grundlage der Ergebnisse trifft, liegen in seiner Verantwortung.
8. Daten, Aufbewahrung und Löschung
Die Verarbeitung personenbezogener Daten richtet sich nach der Datenschutzerklärung. Eine automatische Löschung ist derzeit nicht implementiert; der Anbieter löscht Daten auf Anfrage des Kunden. Das im Tarif genannte Historienfenster bestimmt nur den anzeigbaren Berichtszeitraum und ist keine Zusage einer Löschung zu diesem Zeitpunkt. Ein Datenexport wird nicht zugesagt.
9. Änderungen der AGB
Der Anbieter kann diese AGB mit einer Frist von vier Wochen per E-Mail ankündigen. Widerspricht der Kunde nicht bis zum Wirksamwerden, gelten die geänderten AGB als angenommen; hierauf wird in der Ankündigung hingewiesen. Frühere Fassungen werden aufbewahrt.
10. Schlussbestimmungen
Es gilt deutsches Recht unter Ausschluss des UN-Kaufrechts. Gerichtsstand ist, soweit zulässig, Chemnitz. Sollten einzelne Bestimmungen unwirksam sein, bleibt der Vertrag im Übrigen wirksam.
